Mit Kindern den Zoo erkunden

Im Zoo waren wir schon einige Male, aber mit einem 2-jährigen Kind ist das Tiere Bestaunen vor allem eines: Kurz! Dabei ist so ein Zoobesuch doch wirklich etwas Wunderbares, weil man so viele unterschiedliche und sonst nicht beobachtbare Tiere bestaunen kann, viele Farben, Formen und Tierarten sieht, wilde Tiere mit ihren häuslichen Verwandten vergleichen kann und und und.

Deswegen habe ich mir überlegt, wie wir alle möglichst viel von unseren nächsten Zoobesuchen haben könnten. Ich wollte, dass wir Gesprächsanlässe haben, dass wir beobachten und vergleichen können und irgendwie Erinnerungsmöglichkeiten schaffen.

Herausgekommen ist die folgende Idee:
image5Ich habe ein Körbchen gepackt mit Schleichtieren, Ostheimer Tieren und Tierabbildungen aus Zeitungen, sowie Zeitschriften (DIE ZEIT/das Zeit Magazin enthielt sehr viele!). 

Zu Beginn unseres Besuchs habe ich Pauli und ihrer Freundin Luisa erklärt, was ich mir für sie ausgedacht habe und jedes Kind durfte sich 3-4 Tiere aus dem Körbchen aussuchen. Sie sollten dann bei unserem Rundgang genau auf die Tiere Acht geben und die gesehenen Tiere mit den Abbildungen/Schleich – bzw. Ostheimer Tieren vergleichen. Waren sie sich sicher, dass sie ein Tier erkannt haben, haben wir es ganz genau betrachtet, haben über Begriffe wie „Schnabel, Krallen, Hufen“ etc. gesprochen, haben die Farben verglichen, haben uns angeschaut, ob wir einen großen oder kleinen Vertreter vor uns haben und und und.

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Die Materialien
Die unterschiedlichen Materialien habe ich mit Bedacht gewählt, damit die Haptik der Kinder angesprochen wird, sie manche Tiere wirklich erfühlen können, aber auch Acht geben müssen, wenn sie das filigrane Papier in Händen halten.

Ich fand die Tierabbildungen aus Zeitungen und Zeitschriften sehr wichtig, weil diese nicht immer ganz realitätsgetreu sind und die Kinder so dafür auch ein Gespür bekommen!

Pausen sind wichtig! 
Bei manchen Tieren, z.B. den Ziegen, haben wir keine großen Beschreibungen gemacht und Worte getauscht, sondern haben sie einfach gestreichelt und ihnen beim Springen zugeschaut.
Ansonsten gilt und galt für uns: Pausen auf dem Spielplatz, beim Eisessen oder auf der Liegewiese müssen definitiv gemacht werden und können ruhig ausgiebig gestaltet werden.

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Wissen vermitteln ist gut und wichtig, Variationen aber auch
Wie schon gesagt: Wir haben die Tiere verglichen, lustige und manchmal auch schmerzhafte Eindrücke (Aua!) gesammelt, wir haben wichtige Körperpartien der Tiere benannt, aber wir haben das alles auch mit ein wenig Quatsch und Fantasie verbunden, denn Variation muss sein. Deshalb haben wir uns beim Flamingo überlegt, was er heute Abend vielleicht zum Abendbrot essen wird, wann der Papagei heute wohl schlafen geht und ob die Erdmännchen wohl alle zusammen in einem großen Bett schlafen.

Insgesamt haben wir dadurch viel gelacht, unsere Kreativität und Fantasie spielen lassen, wir haben einiges gelernt und viele Erinnerungen gesammelt.
Zum Beispiel diese, von der Pauli immer noch erzählt: Ein älterer Mann hat den Kakadu am Kopf geistreichelt, obwohl überall darauf hingewiesen wird, dass man die Finger bitte aus dem Käfig halten soll. Ihm ist nichts passiert, dem kleinen Jungen, der es ihm nachgemacht hat, den hat der kleine rote Papagei allerdings in den Finger gebissen. Das erzählt Pauli heute noch im Detail, erzählt, wie er geweint hat, dass er ein großes Aua hatte und dass man die Finger bitte wirklich nicht in den Käfig halten soll! Sie warnt sogar Fremde, wenn diese einem Gehege zu nahe kommen!
Gut war in dieser Situation übrigens, dass die Freundin, die mit ihrer Tochter im Zoo dabei war, Kinderärztin ist und sich den Finger des Jungen gleich mal anschauen konnte. Letzterer kam noch mit einem blauen Auge davon! image2

Unser Zoobesuch ging nach 3-4 Stunden zu Ende, wir haben viel mehr gesehen als sonst und haben mehr vom Besuch gehabt, so wie ich mir das gedacht hatte.
Aber ich hatte mich ein bisschen in der Anzahl der zu findenden Tiere geirrt: 5 Tiere wären wirklich ausreichend gewesen, denn wir haben insgesamt nur 4 Tiere (das ungeplante Kuscheltier „Wirlewale“, ein Erdmännchen, nehme ich mal raus) geschafft.

Aber umso besser, dann haben wir gleich noch ein paar Tiere, auf die wir uns bei unserem nächsten Besuch freuen können!

Und wie ist das bei euch, wenn ihr im Zoo seid? Schauen sich eure Kinder geduldig die Tiere an oder ist es auch eher so, wie bei uns bisher: Angucken und dann schnell weiter!? Erzählt doch mal!
Herzliche Grüße,
Frau WRO ❤

 

 

 

 


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